Ein Dauerthema: Läuse!

Bei vielen MenscEin Dauerthema: Läuse!hen kommt Ekel auf und sofort werden sich die Ersten kratzen. Es krabbelt auf den Köpfen. Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten verbreiten sich die kleinen Krabbler in den Kindergärten und Schulen. Dabei ist das kein Zeichen von Unsauberkeit. Läuse können extrem schnell rennen und verteilen sich dort, wo Köpfe zusammengesteckt oder auch -selten- Mützen oder Kämme getauscht werden. Sie haben nur einen Wirt: Den Menschen.

Er ist perfekt als Lebensraum. Die dicht an der Kopfhaut abgelegten Eier (Nissen) haben es schön warm und hinter Ohren und am Haaransatz ist die Haut perfekt für die Blutmahlzeiten der Läuse. Ohne ihren Wirt können diese höchstens 48h überleben.

8-10 Tage dauert es, bis aus der Nisse die Larve schlüpft und nach etwa der gleichen Zeit hat sich dann eine geschlechtsreife Laus entwickelt und dann explodiert das Problem, denn Läuseweibchen legen täglich mehrere Eier!

Kopfläuse haben sechs Beine und sind höchstens drei Millimeter groß und gräulich bzw. rötlich, wenn sie gerade Blut gesaugt haben. Man kann sie mit bloßem Auge gut erkennen. Leichter entdeckt man sie bei blonden Haaren und bei dunklen Haaren sieht man meist zuerst die Nissen. Das dauert aber oft lange. Das Immunsystem erkennt Läusespeichel als fremd und reagiert darauf mit einer Immunreaktion vom verzögerten Typ. So treten die Symptome bei Erstinfektion oft erst nach 4-6 Wochen auf. Vor allem wird zunächst hinter den Ohren gekratzt und dort finden sich viele kleine rote, stark juckende Papeln. Die aufgekratzten Knötchen sind dann auch sehr infektionsgefährtet, so dass auch Lymphknoten geschwollen sein können.

Die Nissen sind stark am Haar verklebt, die leeren Hüllen können dort auch noch Monate später anheften und auch Läuse lassen sich mit normalem Shampoo nicht entfernen.

Weil Läuse schwer zu erkennen sind und der Juckreiz nicht sofort einsetzt muss beim Verdacht auf Ansteckung genau geschaut werden. Das trockene Haar gibt sein Geheimnis nicht preis. Die Haare sollten mit Spülung behandelt werden und dann mit einem engzahnigem Nissenkamm – erhältlich in Apotheken – Strähne für Strähne, im Nacken beginnend ausgekämmt und an Küchenkrepp abgestreift werden.

Sie haben welche entdeckt? Sie können die Läuse durch penibles tägliches Auskämmen entfernen oder Sie verwenden  Dann Spezialshampoos, die die Läuse und ihre Jungen bzw. Eier vernichten: Insektizide, die toxisch auf das Nervensystem der Läuse wirkt sowie die modernen Mittel, wie Dimeticon oder Öle, die physikalisch wirken, die Atemöffnung verschließen und die Läuse so ersticken. Auch hier muss im Anschluss ausgekämmt werden und die Behandlung muss nach 8-10 Tagen wiederholt werden, damit Überlebende und frisch geschlüpfte auch erwischt werden.

Vorsichtshalber sollten Kämme, Haarbürsten, Haarspangen und -gummis in heißer Seifenlösung gereinigt werden. Alles an Textilien sollte mindestens 60°C gewaschen werden oder 2 Tage in der Tiefkühltruhe eingefroren werden oder 3 Wochen in dicht schließenden Tüten separiert werden.